Wer Visionen hat, sollte dringend zum Arzt gehen

Das innere Bild einer Vorstellung kann sich sehr schnell als pure Sinnestäuschung herausstellen. Zwischen Realität und Vision klafft leider immer ein Spalt. Und oft genug lassen sich beides nicht in Übereinstimmung bringen.

Fantasievolle Namen sind vielleicht ganz putzig. Aber seine Server Venus, Saturn oder Jupiter zu nennen, erinnert mich eher an das Orakel von Delphi. Einen Domain-Controller Zeus zu nennen, könnte ich sogar noch verstehen. Was ein File-Server mit der Göttin der Liebe zu tun hat, bleibt mir allerdings verschlossen. Warum erwähne ich das?

Fachbücher als Informationsquelle sind für mich immer noch wichtig. Problem aus meiner Sicht ist, das sich viele Dinge einem nicht so wirklich erschließen, weil die Autoren schlicht vergessen ihre Umgebung in den Büchern sauber zu dokumentieren. Schließlich müssen auch sie ihre Erkenntnisse irgendwo überprüfen. Ich würde mir beim Testen der dort beschriebenen Lösungen auch leichter tun, weil ich mit einer klar definierten Laborumgebung arbeiten würde.

Das hat im Übrigen Microsoft mit seinem Test Lab Guides hervorragend gelöst und dies zieht sich auch komplett durch die Technet. Da stellt sich einem doch die Frage, warum kriegen das die anderen nicht genauso hin? Ich muss hier allerdings auch zugeben, das dies nicht so einfach ist, wie es auf den ersten Blick aussieht. Und damit bin ich schon beim Kern.

Der Aufbau eines Testlabors ist keine Vision, sondern eine mit nicht unerheblichen Zeitaufwand verbundene Notwendigkeit, um neue Produkte und Technologien zu testen und verstehen. Idealerweise ist so ein Testlabor so aufgebaut, das es wiederverwendbar und erweiterbar ist. Und genau hier fangen schon die ersten Schwierigkeiten an.

Die Ressourcen sind nicht nur zeitlich beschränkt. Auch die Hardwareressourcen sind nur in einem gewissen Umfang vorhanden. Computer kosten heute nicht mehr die Welt. Aber schon jetzt ist auf meinem Schreibtisch kein Platz mehr für einen weiteren Monitor.

Ein Cat-6-Kabel und 2 RJ45-Dosen später habe ich jedenfalls einen Weg gefunden, meine Hardware unterzubringen.

Die vorhandenen Ressourcen kann ich jetzt optimal nutzen. Es ist also an der Zeit das Vorhaben umzusetzen und abzuschließen. Schweren Herzens habe ich dann letztendlich für den pragmatischen Weg entschieden auf bewährte Lösungen zu setzen. Die Basis wird mit Ubuntu 16.04 LTS gelegt. Parallel im Hintergrund werde ich aber schon den Change zu Ubuntu 18.04 LTS vorbereiten.

Das war es dann auch schon von mir. Die Screenshots sind im Kasten und in der nächsten Woche kann ich mich über das Schreiben der Dokumentation hermachen. Wie es weitergeht, erfährt ihr im nächsten Blogbeitrag.

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