Römermuseum Osterburken

Skulptur eines römischen Legionärs aus Edelstahl mit Pilum und Schild

Wozu gibt es eigentlich Kachelmann-Wetter? Genau, damit ich Nerd mir dort die aktuellen Schneehöhen ziehen kann und diesmal in die richtige Richtung fahre – also quasi dem Schnee entgegen. Diesmal ging es also Richtung Osten nach Osterburken.

Tief verschneite Landschaft
Tief verschneite Landschaft

Modelleisenbahner kennen Osterburken als Bahnhofsmodellbausatz. Dabei ist dieser Ort wohl schon seit mindestens zweitausend Jahren bewohnt. Die Römer habe unweit von Osterburken einfach ihre Grenzbefestigung Limes quer durch die Landschaft gesetzt und das auch noch schnurgerade. Für mich ist Osterburken eigentlich bis immer nur der Endpunkt der S-Bahnlinie 1 gewesen und Umsteigebahnhof auf den Weg nach Würzburg.

Bahnhof Osterburken
Bahnhof Osterburken

Das Römermuseum in Osterburken ist jetzt nicht mit den Museen in Berlin oder München zu vergleichen. Die Ausstellung ist Übersichtlich. Interessant ist das teilweise rekonstruierte und überdachte römische Badehaus, das direkt neben dem Museum ausgegraben wurde. 250 Meter weiter befinden sich schon die Überreste des römischen Limeskastells.

Kirche im Zentrum von Osterburken
Kirche im Zentrum von Osterburken

Ansonsten ist Osterburken ein ziemlich ödes Kaff irgendwo im Nirgendwo. Also wenn nicht das Museumscafé geöffnet hätte, ich hätte mir dort glatt kalte Füße geholt. Gastronomisch habe ich auf meinem kleinen Rundgang durch die Stadt, nicht wirklich viel gesehen und die Informationstafeln haben diesen Eindruck auch noch bestätigt. Also Römermuseum, Kastell und schnell noch einen Blick auf den Limes werfen und schnell wieder zurück in die Zivilisation.

Modell des römischen Kastells Osterburken am Limes
Modell des römischen Kastells Osterburken am Limes

Das die Römer irgendwann diesen Vorposten am Arsch der Welt aufgegeben haben, lässt aus heutiger Sicht durchaus nachvollziehen. Welcher römische Legionär hat schon gerne freiwillig in dieser Einöde seinen Dienst trotz römischer Annehmlichkeiten aller Art dort gemacht. Vor der Nase die Wildnis bevölkert von unzivilisierten germanischen Barbaren, die nicht besseres im Sinn hatten, als dem armen römischen Besatzer nach dem Leben zu trachten. Und das es dort nicht immer nur friedlich zuging, beweisen die gefundenen Pfeilspitzen aus dem Kastellgraben. Da haben wohl ein paar Germanen versucht das Römerkastell zu erobern und zu plündern.

Modell des Badehaus II im Römerkastell Osterburken
Modell des Badehaus II im Römerkastell Osterburken

Also aus rein landschaftlichen und historischen Gesichtspunkten hat sich die Fahrt nach Osterburken durchaus gelohnt. Nähere Kontakte zur einheimischen Bevölkerung konnte ich nicht schließen. Der gemeine Osterburker hat es wohl bei der Witterung vorgezogen in seinen vier Wänden zu bleiben. Ich habe meine Bilder im Kasten, der Sonntag ist auch irgendwie totgeschlagen worden und jetzt lasse ich den Abend mit asiatischer Küche ausklingen.

Autor: Michael Schäfer

Hier schreibt der Bastard Blogger from Hell auf shitcon.de

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