Klosterruine Limburg

Relativ zeitgleich mit dem Bau des Doms zu Speyer wurde die ursprüngliche salische Limburg zu einem Benediktinerkloster umgebaut. Irgendwann während der Reformation ordentlich in Brandt gesteckt, wieder aufgebaut und doch kurze Zeit später aufgegeben. So lässt sich in Kurzform die Geschichte des Klosters Limburg wiedergeben. Nicht unbedingt spannend wenn nicht hier nicht die Königin Gunhild von Dänemark, Gattin Kaiser Heinrich III, hier ihre letzte Ruhestätte gefunden hätte. Aber wegen Gunhild, Krimhild oder sonstiger weiblicher Persönlichkeit aus den Nibelungen, habe ich den Weg nicht hier herauf gemacht.

Ehrlich – mir hatte es da eher der Kirschstreuselkuchen in der Klosterschänke in Kombination mit einem Pott Kaffee angetan. Gute 3 Kilometer vom Bahnhof Bad Dürkheim entfernt, fand ich das für diesen wolkenverhangenen Sonntagnachmittag als ideales Ziel für meinen kleinen Ausflug. Schatzi (Ich kann mich einfach nicht zwischen Schaf oder Ziege entscheiden) machte einen ziemlich zerstörten Eindruck auf mich. Also Sie nach Hause ins Bett für den obligatorischen Schönheitsschlaf geschickt, und ich enterte den Regional-Express nach Neustadt an der Weinstraße.

Der Weg zu Klosterschänke ist nicht weiter spektakulär. Eher eine gemütliche dreiviertel Stunde zu Fuß. Das haut einem nicht wirklich was vom Hocker und Bad Dürkheim ist ja auch mehr für seinen Wurstmarkt bekannt, als für seine Architektur. Bei etwas mehr Zeit könnte man von der Klosterruine noch den Abstecher zur Ruine der Hardtburg unternehmen. Aber bei winterlichen Schmuddelwetter habe ich diese Variante unterlassen.

Ich packe dann langsam wieder mein Laptop in den Rucksack und mache mich wieder auf den Weg zurück zum Bahnhof nach Bad Dürkheim. Und wenn man schon so einen schönen Tag hatte, dann gibt es noch eine schöne Überraschung oben drauf. Wahrscheinlich haben sich heute mehrere Bahnmitarbeiter einen etwas verfrühten Aprilscherz erlaubt, als sie wegen einer Streckensperrung zwischen Schifferstadt und Ludwigshafen den Zug in Schifferstadt angehalten haben. Die Reisenden wurden allesamt auf den Bahnhofsvorplatz geschickt, da dort der bereits eingerichtete Schienenersatzverkehr für sie bereit stehen sollte. Die Betonung liegt auf sollte, da von Bussen weit und breit keine Spur war. Allerdings war gut 20 Minuten nach meinem Eintreffen die Strecke wieder freigegeben. Glücklich war, wer noch einen Platz im Zug ergaunern konnte. Der Rest wird wohl immer noch auf die Busse warten.

Autor: Michael Schäfer

Hier schreibt der Bastard Blogger from Hell auf shitcon.de

Ein Gedanke zu „Klosterruine Limburg“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.